>> Schutzgebiete
09.03.2009 (aktualisiert am 00.00.0000)
Verschärft wird die Situation dadurch, dass öffentliche und private Sicherheitskräfte überhaupt nicht auf den Ansturm und die Dreistigkeit der Feiernden vorbereitet sind: Den Aufforderungen, die Insel zu verlassen, kommen diese einfach nicht nach, und den Sicherheitskräften fehlt es an Ausrüstung, um am Südufer und auf der Insel eingreifen zu können, ebenso wie an einer sicheren rechtlichen Grundlage, auf der gegen die wiederholten und schwerwiegenden Ruhestörungen vorgegangen werden kann.
Insgesamt ist festzuhalten, dass die Stadt Markkleeberg mit der frühzeitigen offiziellen Eröffnung – d.h. vor Beschluss einer Gemeingebrauchsverordnung und eines brauchbaren Schutzkonzeptes – die Probleme zu einem Gutteil selbst geschaffen und die rücksichtslosen Feiernden angelockt hat. Nun muss sie eine brauchbare Strategie des Umgangs mit dem Problem entwickeln und v.a. auch umsetzen.
Bereits zur Eröffnung des Markkleeberger Sees mahnte der Ökolöwe den wasserseitigen Schutz und vor allem die eindeutige Ausweisung des Vorranggebietes am Südufer und auf der Insel an, um die menschliche Nutzung in kalkulierbare Bahnen leiten zu können. Der Ökolöwe fordert vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse nochmals und mit Nachdruck, so schnell wie möglich eine den Gemeingebrauch in den Vorranggebieten einschränkende Rechtsverordnung zu erlassen und für ausreichend Kontrollen zu sorgen.
Kontrolle der Naturschutzflächen auf der Getzelauer Insel versagt (3. August 2006)
Die Naturschutzverbände Ökolöwe und NABU haben sich am 27.7.2006 in einer Pressemitteilung angesichts der am 23.7.2006 durchgeführten Schutzmaßnahmen zufrieden gezeigt. Nun kommt aber heraus: Die Kontrolle funktioniert nicht! Im Gegenteil: Die überaus schützenswerte Insel wird noch mehr als befürchtet zum beliebten Ort für Partys von Jugendlichen. Und Polizei, Ordnungsamt und privater Sicherheitsdienst scheinen machtlos angesichts der Feiernden. Es fehlt zudem immer noch eine Gemeingebrauchsverordnung, auf deren Grundlage den Feiernden Einhalt geboten werden könnte. Noch letzte Woche kündigten Vertreter der Stadt Markkleeberg an, auch weiterhin rigoros gegen Beeinträchtigungen des Vorranggebietes Natur und Landschaft am Südufer des Markkleeberger Sees und auf der Getzelauer Insel vorzugehen. Dennoch mussten uns Mitglieder des Ökolöwen und der Ökostation Borna-Birkenhain erneut von Partys auf der Insel berichten. Auch in den vergangenen Tagen war die Getzelauer Insel Schauplatz mehrerer Partys und Grillabende. Die überaus schützenswerte Fauna und Flora hat bereits jetzt unwiederbringlichen Schaden genommen.Verschärft wird die Situation dadurch, dass öffentliche und private Sicherheitskräfte überhaupt nicht auf den Ansturm und die Dreistigkeit der Feiernden vorbereitet sind: Den Aufforderungen, die Insel zu verlassen, kommen diese einfach nicht nach, und den Sicherheitskräften fehlt es an Ausrüstung, um am Südufer und auf der Insel eingreifen zu können, ebenso wie an einer sicheren rechtlichen Grundlage, auf der gegen die wiederholten und schwerwiegenden Ruhestörungen vorgegangen werden kann.
Insgesamt ist festzuhalten, dass die Stadt Markkleeberg mit der frühzeitigen offiziellen Eröffnung – d.h. vor Beschluss einer Gemeingebrauchsverordnung und eines brauchbaren Schutzkonzeptes – die Probleme zu einem Gutteil selbst geschaffen und die rücksichtslosen Feiernden angelockt hat. Nun muss sie eine brauchbare Strategie des Umgangs mit dem Problem entwickeln und v.a. auch umsetzen.
Bereits zur Eröffnung des Markkleeberger Sees mahnte der Ökolöwe den wasserseitigen Schutz und vor allem die eindeutige Ausweisung des Vorranggebietes am Südufer und auf der Insel an, um die menschliche Nutzung in kalkulierbare Bahnen leiten zu können. Der Ökolöwe fordert vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse nochmals und mit Nachdruck, so schnell wie möglich eine den Gemeingebrauch in den Vorranggebieten einschränkende Rechtsverordnung zu erlassen und für ausreichend Kontrollen zu sorgen.
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