>> B 87n
09.04.2010 (aktualisiert am 23.12.2011)
Raumordnungsverfahren zum Neubau der B 87 gestoppt!

Nun ist es amtlich - das Verfahren zum Neubau der B 87 in Richtung der Landesgrenze zu Brandenburg wurde durch die zuständige Landesdirektion Leipzig (LDL) ausgesetzt. Der Ökolöwe hatte sich wie viele andere Umweltvereine, Organisationen und Bürgerinitiativen gegen den Bau eingesetzt,
denn verfahrensbezogene,
demografische und verkehrspolitische Argumente
konnten in großer Zahl vorgebracht werden (siehe Homepage-Artikel vom
2.12.2009: www.oekoloewe.de/text,655,stoppb87n.html).
Da sich neben den Verbänden auch eine immens große Zahl anderer
Beteiligter wie Anwohner, Behörden und Verwaltungen gegen den Bau
aussprach, brach über die federführende LDL eine Flut an Einwendungen
herein, die sie die Brisanz des Vorhabens bewusst werden ließ. Da diese
Zahl der Stellungnahmen unmöglich innerhalb der gesetzlich geforderten
6-Monatsfrist, welche mit der Planauslegung im September 2009 begann,
gesichtet und abgewogen werden konnte, legte die Behörde das Verfahren
vorerst auf Eis. Außerdem wurde der Schritt damit begründet, dass
übergeordnete landesplanerische Unterlagen (Fortschreibung des
Regionalplans Westsachsen) abgewartet werden, die möglicherweise direkte
Auswirkungen auf den vorliegenden Straßenbau haben.
Nun ist vorerst ein großes Warten angesagt. Darauf, was der benannte
Regionalplan für den zukünftigen Verkehrsbedarf und bzgl. der ggf.
notwendigen neuen Trasse aussagt. Und darauf, was die Behörden für
Schlüsse aus dieser kommenden Planung und eben auch aus dem für sie
desaströsen Beteiligungsverfahren ziehen werden, denn eine Planung gegen
die offensichtliche Mehrheit aller Bürger, Vereine und Verwaltungen
kann sich die LDL keinesfalls nochmal leisten.